Malinoid Acier
(Filos les Bétulacées x Easy la Salida del Sol)
geboren am 04.November 2011, gestorben am 10.Februar 2017

A
cier musste heute wegen einem Tumor im Mittelohr erlöst werden.

Die erste Diagnose einer schweren Mittelohrentzündung hat sich leider nicht bewahrheitet.

Acier konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und seine Augen sprangen immer hin und her.

 

Mach's gut mein großer, ich hätte dir noch viele Jahre gewünscht. Vielleicht triffst du deinen Bruder wieder und kannst ihm sagen, dass Menschen nicht nur egoistisch sind und du ein schönes Leben hattest.

 

Marion und Kurt, es tut mir sehr leid. Ich werde BB nie vergessen!

 Malinoid Assaut
(Filos les Bétulacées x Easy la Salida del Sol)
geboren am 04.November 2011, gestorben am 10.April 2014

Assaut ist leider ein trauriges Beispiel dafür, dass der Mali kein Hund für jedermann ist und das ich mich bei der Platzierung geirrt habe. Assaut hat sich als Welpe hier völlig normal gezeigt, er war ein sehr aufgeweckter Welpe und hat viel beobachtet und daraus gelernt.
Mit 12-16 Wochen fing er an zu fremdeln und wollte von fremden Personen nicht angefasst werden. Ich hatte darum gebeten, das nicht den Hund regeln zu lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowohl Zwang, als auch den Hund in den Situationen allein zu lassen, furchtbar schiefgeht. Besser ist es, den Hund zu schützen und souverän zu führen und meist verwächst sich das in Richtung Ignoranz. So war es auch bei Easy, seiner Mutter, und darauf hatte ich hingewiesen. Im Nachgang hieß es dann, Assaut sei wie seine Mutter. Das ist nicht richtig, denn Easy hat nie fremde Personen gebissen und konnte auch kontrolliert freilaufen unter Menschen.

Leider hat Assaut aber anfangs selbst die Situationen regeln müssen und was bleibt so einem kleinen Hund wenn er nicht ausweichen kann - er geht vorwärts. Und das auch mit Erfolg.
Mit fünf Monaten hat er dann ein Kind geschnappt (nur in die Hose) als er angeleint unter dem Stuhl des Besitzers lag und das Kind ihn einfach angefasst hat.
Assaut wurde immer misstrauischer und hat durch aversive Methoden ihn einzuordnen auch viele Konflikte zum Besitzer gezeigt. Ich habe ihn dann an eine sehr gute Freundin ins Training verwiesen und anfänglich zeigten sich auch Fortschritte. Meine Freundin hat dem Besitzer ihr Geschirr geliehen und es dem Hund anziehen wollen, da das ja nicht immer so einfach ist wenn man das Modell nicht kennt. Assaut hatte einen Ball im Maul und war an der Leine des Besitzers. Als meine Freundin sich bückte um den Bauchgurt zu schliessen, hat der Besitzer einen Impuls an der Leine gesetzt, was Assaut zum Anlass genommen hat meiner Freundin ins Gesicht zu schnappen.
Ich habe das von meiner Freundin erfahren und nicht vom Besitzer. Nach zwei Tagen des Wartens habe ich angerufen und gefragt, ob er den Hund nicht abgeben möchte. Leider ist das komplett und entrüstet negiert worden.
Meine Freundin und ich haben dann erneut dringend zu einer Maulkorbgewöhnung geraten um mit dem Hund gefahrlos arbeiten zu können. Leider ist diese nie wirklich erfolgt.
Stattdessen wurde der Hund auf zwei Plätzen weiter gearbeitet. Einmal bei meiner Freundin, einmal woanders, jeweils mit völlig unterschiedlichen Methoden. Während meine Freundin versuchte, das Vertrauen wieder herzustellen, wurde auf dem anderen Platz aversiv weitergearbeitet.
Ich habe mich dann zurückgezogen, da ich auf die Entfernung nicht helfen konnte und meine Vorschläge nicht angenommen wurden.
Eigentlich war mir klar, dass es nicht gutgehen würde und da ich den Besitzer nicht zur Abgabe bewegen konnte, hatte ich sogar überlegt ihn beim Ordnungsamt zu melden. Das habe ich wieder verworfen, da ich den Hund ja auch nicht eingezogen wissen wollte oder gar eingeschläfert.
Leider hat Assaut am 08.April im Rahmen des Schutzdienstes die Möglichkeit bekommen, nach dem Abschenken und Trennen des Ärmels mit abliegen aus dem "Platz" aufzustehen, zum Helfer zu gehen und sich in dessen Unterarm zu verbeissen.
Am 10.April wurde ich darüber in Kenntnis gesetzt, was passiert ist und das Assaut eingeschläfert sei.
Assaut durfte 29 Monate alt werden und hatte ein sehr konfliktbehaftetes Leben. Es versteht sich von selbst, dass ich ihn sofort genommen hätte und ihm eine Chance gegeben hätte. Leider ist diese Möglichkeit offensichtlich nicht in Betracht gezogen worden. Darüber bin ich sehr betrübt und fühle mich einfach nur hilflos.
Der einzige Trost der mir bleibt ist, dass nicht mehr passiert ist und das Leiden auch für Assaut ein Ende hat.
Nach Erzählungen des Besitzers war Assaut im häuslichen Bereich übrigens ein ganz feiner Kerl.
Ich hoffe, dem Helfer geht es soweit gut und er hat keine Folgeschäden zu erwarten.
Und mir bleibt nur, daraus zu lernen, keine Rüden mit überdurchschnittlichem Potential an Menschen ohne Malinois-Erfahrung zu verkaufen und/oder mich vorher tausendfach zu vergewissen, dass für den eigenen Hund ausgeprägte Empathie und ein Blick für den Hund vorhanden ist.
Mir ist bewusst, dass dies alles sicher dem Besitzer auch sehr schwer gefallen ist und er seinen Hund geliebt hat. Leider reicht das nicht aus und ich habe mich entschlossen, dies hier so zu schreiben wie es war, damit vielleicht andere nicht den selben Fehler machen und sich der ein oder andere Gedanken zu dem Umgang mit seinem Hund oder sogar der Anschaffung eines Malinois macht und sich bei Problemen an mali-erfahrene und kompetente Personen wendet und Hilfe annimmt .

RIP Assaut...

Nanna
(Filos les Bétulacées x Xonett des Teutones)
geboren am 17.Februar 2011, gestorben am 11.Juni 2013

An einem unbeschwerten Sommertag auf einem Spaziergang raste ein Autofahrer in die Familie und erfasste als erstes Nanna. Dieses rücksichtslose Ar...och beging Fahrerflucht und liess Menschen und Hunde einfach verletzt liegen. Die Polizei konnte ihn ausfindig machen und wir hoffen, dass er richtig zur Rechenschaft gezogen wird. Von einer moralisch gerechten Strafe können wir leider nicht ausgehen.
Nanna ist als Schutzengel für den kleinen Sohn Leon gestorben. Wäre sie nicht an der Position gelaufen, wäre es wohl noch schlimmer ausgegangen. Nanna hatte ihre Aufgabe in ihrem kurzen Leben und hat diese mit ihrem erfüllt. Alle Hunde waren Nannas und Nanna war auch das erste Wort von Leon.
Uns tröstet es etwas, dass ihr Tod nicht sinnlos war, wenn auch die Ursache so sinnlos ist.
Nanna war eine so offene Hündin mit einem sehr großen Herz und starkem Bezug zu dem kleinen und Sabrina.
Du bist gestorben wie eine echte große Heldin und wir werden dich immer in unseren Herzen tragen. Gute Reise über die Regenbogenbrücke und ruhe in Frieden! Wir wünschen uns so sehr, dass du nicht so sehr hast leiden müssen. Aber auch dieser nachträgliche Wunsch läuft leider ins Leere...
Unser aufrichtiges Beileid gilt Sabrina, Leon und Familie, die derzeit noch im Krankenhaus sind. Werdet wieder gesund und habt viel Kraft diesen Verlust zu verarbeiten. Nanna wird euer Schutzengel bleiben...
Ebenso gedenken wir dem Labrador von Oli, Sabrina´s Freund, der leider auch noch an den Folgen des Unfalls verstorben ist.