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Xonett des Teutones (*26.04.2008) - Lola

oder auch: die Chefin

Lola´s Ahnentafel findet ihr unter dem folgenden Link: www.working-dog.eu/dogs-details/95678/Xonett-des-Teutones


Lola ist bei uns die souveräne Führung, mein dritter Arm oder auch mein zweites ich, was es nicht immer einfach macht, da sie ihre Aufgaben sehr ernst nimmt und auch manchmal über das Ziel hinausschießt.

Im Alltag sehr sozial zu jedem Menschen, solange er mir gegenüber nicht laut und aufdringlich wird. Dann zeigt sie ihr zweites Gesicht, welches ebenso sichtbar wird, wenn es um ihr Territorium geht (daher auch Lola Jekyll zu Hyde genannt).

Dadurch, dass sie in sich ruht und gute Nerven hat, wirkt sie auf den ersten Blick nicht so spektakulär, ist aber einfach zu handeln, absolut zuverlässig und hat einen ausgeprägten "will to please".

Wenn sie jemanden dominiert, dann so, dass er es lange gar nicht bemerkt. Sie hat es nicht nötig, sich laut und hysterisch Respekt zu verschaffen.

Lola ist mein persönlicher Prototyp von einem Malinois - so, wie man von den ursprünglichen Malinois erzählt.

Die Unterordnung hat sich zu unser beider absoluten Lieblingssparte entwickelt. Lola hat einen sehr starken Beute- und Futtertrieb, hervorragende Motorik und Sprungtechnik. Ihr Steckenpferd sind die technischen Übungen mit Korrektheit, Sicherheit und Schnelligkeit.

Absolut sauber, fest und voll ist ihr Griffverhalten. Etwas schwierig wird es mit schwachen Helfern, da sie im Schutz eher in der Aggression arbeitet als in der Beute. Das heisst nicht, dass sie schwache Helfer durch die Gegend zerrt oder unsauber wird. Auch da macht sich ihre souveräne Art bemerkbar und sie lässt schwache Helfer eher stehen, da es unter ihrem Niveau ist, sich mit schwächeren zu duellieren.

Bei starken Helfern arbeitet sie druckvoll und stabil. Wenn es jedoch zu weit über das Ziel hinausgeht, kontert sie in ungeschützte Stellen. Eigentlich ist sie der perfekte Lehrhund.

In der Fährtenarbeit hatten wir lange Probleme mit der Geschwindigkeit. Lola suchte von Anfang an um des Suchens Willen und war wortwörtlich nicht zu bremsen. Allerdings war sie schon immer sehr sicher und extrem ausdauernd. Wir hatten nie irgendwelche Winkelprobleme, Faseln und die üblichen Verdächtigen, die einem auf der Fährte mal begegnen. Durch den Spaß den sie am Suchen hat, ist das Verweisen ein verhasstes Übel, hält es doch von den wichtigen Dingen ab. Sprich, anzeigen muss reichen und dann schnell weiter... aber auch hier haben wir nun endlich einen Konsens gefunden.


Für mich ist Lola nach wie vor der Malinois wie er sein soll und ich erfreue mich jeden Tag an und mit ihr. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Hund es schaffen wird in die Fußstapfen von meiner Momo zu treten, aber sie hat´s gepackt!

Eine sehr, sehr gute Freundin hat mal behauptet, dass wir uns gegenseitig vergöttern und da ist wohl nach wie vor so ein bisschen was wahres dran... obwohl wir beide sehr kritisch mit unserem gegenüber sind. ;-)

Ich gehe davon aus, dass sie mir auch in der Zucht sehr wertvoll werden wird.


Update März 2012: Zum letzten Satz, das hat sie nun bewiesen.

Zur Gesundheit ergänzend: Lola war ausser zum Impfen und in der Deckvorbereitung einmal mit einem Schnitt in der Pfote beim Tierarzt.

Gesundheitsupdate September 2013: Es hat sich nichts geändert, Lola war nach wie vor nicht krank. Und, sie ist immerhin schon fünfeinhalb. :)

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